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Musikexpreß
September 2003, Max Scharnigg
Britta
Lichtjahre voraus
Pop: Spröde Brösel aus Berlin, jetzt mit
noch mehr Gold ummantelt.
Angesichts dieser Platte von "reife " zu
sprechen, ist natürlich albern. Es würde nahe legen, dass die
ersten beiden Britta-Platten unausgegoren, übermütig, eben unreif
waren.
Eine ruhige Abgeklärtheit war ja immer das Markenzeichen von Britta.
Und trotzdem erschient uns Lichtjahre voraus jetzt stärker und selbstbewusster
als alles davor.
Im Blackbox Studio in Frankreich haben die vier Frauen ihre kargen Chansons
mit zarter Opulenz angedickt, was aus netten Liedern riesige Popsongs
macht. Christiane Rösingers Wolldeckenstimme deckt sie nicht mehr
komplett zu, sondern wartet variiert und schmirgelt sich süßsauer
unter die Kopfhaut.
Präsentes Sujet :Liebeskrankheiten und Verdrossenheit. Den Typen,
der Rösinger so viel Liebeskummer macht, will man übrigens ein
bisschen verprügeln. Es muss wieder festgestellt werde, dass Britta
über ein hervorragendes Textgefühl verfügen.
Magie, you know! Riesenplatte!

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